Viele Paare und auch Polyküle kommen zu uns, wenn sie merken, dass sie sich irgendwie verloren haben. Gespräche drehen sich im Kreis, dieselben Konflikte tauchen immer wieder auf oder eine*r stellt die eigenen Bedürfnisse zurück, damit es keinen Stress gibt.
Beziehungen sind lebendig – und sie verändern sich. Manchmal wird Vertrauen erschüttert, manchmal entsteht Eifersucht oder der Wunsch nach Nähe und Sexualität entwickelt sich unterschiedlich. Und manchmal schleicht sich einfach immer mehr Distanz ein. Auch äußere Veränderungen wie ein Kind, das dazukommt, Kinder, die gehen, Verantwortung für Angehörige oder Zeiten von Krankheit und Abschied können vieles durcheinanderbringen.
Uns geht es in der Paartherapie nicht nur um schnelle Lösungen. Uns interessiert vielmehr, was zwischen Ihnen passiert: wie Sie einander begegnen, was Sie fühlen, wie Sie reagieren – und auch, was vielleicht unausgesprochen bleibt.
Dabei schauen wir mit Ihnen gemeinsam darauf, welchen Anteil jede*r Einzelne daran hat, wie sich die Beziehung gerade anfühlt. Nicht, um Schuld zu verteilen, sondern um neue Möglichkeiten zu entdecken. Wir unterstützen Sie darin, sich selbst klarer wahrzunehmen und mitzuteilen – auch dann, wenn es nicht leichtfällt. Oft entsteht genau dort wieder Verbindung: wenn beide sich zeigen können, ohne sich zurücknehmen oder anpassen zu müssen.
Im Therapieprozess kann sich genau dann etwas entwickeln. Alte Muster verlieren an Gewicht, und es entsteht mehr Raum für ein Miteinander, das sich lebendig anfühlt – mit mehr Verständnis füreinander und einer Verbindung, die auch Unterschiede aushalten kann.